Start in die dritte Gruppe-5-Saison, die DTM lebt! 14.04.2019 

img-20190413-wa0013_1600Premiere am letzten Freitag: MarcO konnte sich im Qualifyingrace durchsetzen und stand damit erstmals im Rahmen eines Meisterschaftslauf bei Rennstart auf Spur "1". Roberts 935 K2 stand hingegen nur auf Spur "4", zwei Fehler im Qualifying ließen auch dem anerkanntermaßen superschnellen Deutschen Sidewaysmeister zunächst keine Chance. Verrückt eigentlich.

Nach zwei Läufen innerhalb von nur zwei Wochen haben sich vier Piloten in Stellung gebracht, um in diesem Jahr ernsthaft ein Wörtchen um die Titelvergabe mitzureden. Robert, Alex, Werner und MarcO greifen also an.

Dabei spielt der geteilte Meister des Vorjahres überraschenderweise keine Rolle. Saschas Performance litt einmal unter Reglerauffälligkeiten und am letzten Freitag unter einer zu harten Schraubverbindung zwischen Karosserie und Chassis. Der notwendige Wackel fehlte einfach, ausgerechnet auf den Außenspuren. Man darf gespannt sein, ob der eigentlich sehr performante 512er im nächsten Rennen von Beginn an wieder zurückschlägt. Ich denke, da geht was. Die Distanz zum Topquartett ist aber in der Gesamtwertung in diesem Jahr schon jetzt zu groß.

Richtig gut ist auch Felix in diesem Jahr unterwegs. Ein neuer Regler machts möglich, denn der sehr aggressive 15Ohm-Regler war in der Vergangenheit mehr als einmal dafür verantwortlich, dass sein 512er die Spur nicht halten konnte. Am Freitag verlor er erst in den letzten Rennsekunden den vierten Wertungsplatz an Valerie, die seine kleine Konzentrationsschwäche gnadenlos ausnutzte. Dumm gelaufen nennt man das wohl.

In beiden Rennen konnten wir mit Andreas einen Neueinsteiger willkommen heißen, der seine Sache richtig gut macht. Auf Anhieb übersprang er in beiden Rennen die 200-Rundenmarke. Dieses Kunststück gelang ihm, obgleich der Rhythmus auf den Außenspuren noch nicht richtig passen will, was ja auch kein Wunder ist, das große C liefert solche Haken nicht. Damit ist aber vollkommen klar, dass die heimischen Carrerateppichrutscher, Manuel gehört nämlich auch dazu, weiter mächtig dazulernen werden und bei beiden künftig noch sehr viel mehr geht. Dennis wurde unterdessen nicht richtig glücklich. Sein M1 hatte einfach viel zu wenig Grip. Schade eigentlich.

Riesenschritte macht darüber hinaus Bianca. Nur denkbar knapp scheiterte sie an der 210-Rundenmarke und am Freitag lag Manuel gerade einmal zwei Teilstriche vor ihr. Manuel war glücklich, dass er sich damit den letzten Gesamtwertungspunkt sicherte, Bianca war hingegen enttäuscht, da ihr ausgerechnet die Wartezeit, um wieder auf Spur "1" ins Renngeschehen eingreifen zu können, den Rhythmus kostete, um sich selbst den letzten Punkt zu sichern. Ich bin gespannt, wann beiden der nächste Schritt über die Klippe von 210 Runden gelingt. Lange wird es nicht mehr dauern.

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Beeindruckende Schnelligkeit in der Schikanenkombination. Nur erahnen kann man den Gruppe-5er, der hier seine Runde dreht. Das Topfeld vor dem Rennstart. Zwei M1, zwei 512er, zwei 320er, ein Stratos und ein 935 K2 lieferten ein erfreulich buntes und abwechslungsreiches Bild. Sabrina war noch nicht richtig zufrieden. Der M1 war nicht gut abgestimmt. Nach dem Rennen knallte sie sofort eine 5,75er-Runde auf die Bahn. Oha...

Während Alex im März noch das Rennen vor MarcO gewinnen konnte, war am Freitag gegen Robert nichts zu holen. Im Schnitt drehte dessen 935er Rundenzeiten, die anderthalb Zehntel unter denen der Konkurrenten lagen. Da er auch erst im letzten Rennviertel seinen ersten Rennfehler machte, stand das Ergebnis relativ schnell fest.

Werner - unser Schreihalz - ging mit einem neuen 320er an den Start und bemerkte, dass er schnell und vorn mit dabei war. Da er in der ersten Rennhälfte mehrfach abgeräumt wurde, wie andere übrigens auch, musste er mit ansehen, wie Robert sich langsam absetzte. Da musste er einfach mal seinem aufgestauten Adrenalinhaushalt akustisch Luft machen. Fiury hätte seine wahre Freude gehabt, denn das Dahlheimer Oeuvre lebte an diesem Abend wie zu seinen besten Zeiten, denn auch das Akustikopfer Werners, Felix nämlich, keilte in der Hektik am Ende massiv zurück, sein Opfer war nur ein anderes. Diesmal war Olli dran, Grinz. Seine Einsetzgeschwindigkeit entsprach nicht Felix Vorstellungen - Lichtgeschwindigkeit wäre das Mindeste gewesen. Der Apfel fällt nicht weit, oder so.

Am Ende war dann aber latürnich alles wieder gut und wir alle haben uns mal wieder teure Therapieplätze in geschlossenen Privatkliniken gespart. Ob man das Startgeld mit der Krankenkasse abrechnen kann? Schade, dass unser Hütchen nicht mehr mit dabei ist. Der könnte sich für uns stark machen.

Bis Mai, es geht weiter!

Alex



 
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