Wenn 4 sich auf nur 2 Positionen an der Spitze tummeln... 21.10.2018 

img-20181020-wa0001_1024DTM-Finale 2018 und zwei werden gefeiert - Alex und Sascha waren am Ende punktgleich und hatten auch "nur" einen Saisonsieg im Sack. Also standen zwei ganz vorn. Öfter mal was Neues...

Zum Abschluss der zweiten Sideways-Gruppe-5-Meisterschaft am Dahlheimer Rund fanden sich am Freitag noch einmal 20 PilotInnen ein. Dabei waren mit Peter und Ivan zwei Erststarter an Bord, die auf ganz verschiedenen Wegen den Einstieg fanden.

Peter hat in den zurückliegenden Wochen erste Rennbahnerfahrungen auf den professionellen Holzbahnen in Nordhessen gesammelt und wurde auf diese Weise an die Dahlheimer Kunststoffpiste gelotst. Ivan hingegen hatte zusammen mit Dennis an der Carreratour im Kasseler City-Point teilgenommen und da auch ich mich dorthin verirrte, war der Kontakt schnell entstanden.

Die Ausgangsbedingungen für die beiden Rookies waren damit sehr unterschiedlich. Der eine kannte bislang nur große, sichere und relativ träge 124er, der andere hingegen nur eine Riesenbahn mit sehr großen Stromschwankungen und geringer Spannung. Im Endeffekt wurden damit beide mit völlig neuen Rennbedingungen konfrontiert. Sie sollten letztlich als Erststarter ihre Sache wirklich gut machen, obgleich beide sich wunderten. 

Peter musste erkennen, dass sein wirklich cleveres Fahren - zurückhaltendes Tempo zur Verringerung des Abflugrisikos - nicht ausreichte, um an Ivan weitentechnisch dranbleiben zu können und Ivan verzweifelte das eine oder andere Mal an dem Ferrari 512. Der verließ nämlich recht unmotiviert auf den Geraden öfters in den Anbremszonen den Slot, ohne dass dafür ein objektiver Grund erkennbar war. Schade drum, sonst wäre noch deutlich mehr gegangen.

Ivans Intimus Dennis, der bereits im September dabei sein konnte, spielte unterdessen seinen Streckenkenntnisvorteil aus. Bereits im zweiten Rennen in Dahlheim knallte er mehr als 200 Runden in die Bahn. Bedenkt man, dass er eigentlich überhaupt keine eigenen Rennbahnvorerfahrungen hatte, muss man sich nur wundern. Da geht wirklich eine ganze Menge in der Zukunft. Damit ließ er schon einmal Max, der allerdings erstmals auch die 200er-Marke knackte, sowie Manuel und Bianca hinter sich.

Diese beiden setzten auch erstmals eigene Modelle im Rahmen der Gruppe 5 ein. Das gewählte Modell war dabei keine Überraschung: Ein BMW M1 sollte es sein - was sonst?!

img-20181020-wa0008_1599Ein volles Feld zum Saisonfinale. Natürlich mit einer Flut der flachen und bunten Bajuwaren. Ganz vorn konnten sie sich jedoch nicht klassieren...

Im Rennverlauf musste sich schließlich klären, wer in diesem Jahr in der Gesamtwertung die Nase vorn haben würde. Sascha, Alex, Robert und Werner stritten sich um den Platz an der Sonne und auch in diesem Jahr sollte ein doppeltes Novum für Schlagzeilen sorgen.

Wir hatten schon viele knappe Meisterschaftsentscheidungen, ein totes Rennen war jedoch noch nie dabei, bezeichnender Weise kam das letztlich sogar zweimal zustande. Robert und Werner teilten sich punktetechnisch den dritten Platz, obgleich Robert zwei Saisonsiege auf sich vereinen konnte.

Ganz vorn konnte Alex dank zweier perfekter Läufe im Sprint und Hauptrennen doch noch an Sascha vorbeiziehen. Doch weit gefehlt. Nach Auswertung der Spurbestzeiten wurde deutlich, dass Sascha sich die schnellste Rennrunde mit 5 Tausendstelsekunden Vorsprung sichern konnte. Der Zusatzpunkt ging damit an ihn und da beide je einmal ein Saisonrennen für sich entscheiden konnten, blieb es auch ganz vorn dabei: Sascha und Alex teilen sich den Platz an der Spitze. Das hatten wir wirklich noch nie.

Davon ab konnten wir sehen, wie Valerie sich freute, endlich nach ihrem Spanienabenteuer wieder an der Bahn in Dahlheim zu stehen, wobei sie mit ihrer Leistung gar nicht wirklich zufrieden war. Naja möchte man da sagen, Platz "5" reichte ihr nicht?! Ok, wir werden uns 2019 warm anziehen müssen. Dann wird man auch sehen, ob Matze den Bock umstoßen kann. Mit dem eingesetzten 935K2 Roberts war er nämlich deutlich besser unterwegs. Warten wir ab welches Modell er in der kommenden Saison an den Start rollen lässt. Vielleicht wird es auch hier eine Veränderung geben.

Das war es erst einmal für 2018 bei den Gruppe-5-Silhouetten. Wir schalten jetzt wieder um zu den GT-Sportwagen. Mal sehen, was da so geht.

Alex

 



 
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