Eine Kaperfahrt mit historischem Ausgang - Deutscher Gruppe-5-Meister 2018! 13.05.2018 

img-20180506-wa0012_1280Meisterhaft! Ein Sextet, das es am letzten Sonntag in Siegburg im Rheinland so richtig knallen ließ. Robert wurde Deutscher Meister und alle huldigten ihm! Hammer...

Zu Beginn des Jahres 2017 reaktivierten wir in Dahlheim nach langer Wartezeit die DTM-Meisterschaft mit Sidewaysmodellen der Gruppe 5, tollen Fahrzeugen des italienisch-französischen Rennbahnherstellers.

Zeitgleich wurde, auf kräftiges Betreiben des Promoters www.slot32.de, mit diesen Fahrzeugen eine Deutsche Meisterschaft mit diesen Modellen ausgeschrieben. Alle Clubs in Deutschland, die wollten, konnten sich unter https://sideways-group5-races.com/de/ueber-uns/ anmelden und somit die Möglichkeit offenhalten, eigene Vertreter zum Endlauf zu schicken.

Anfangs war geplant, dieses Finale in den heiligen Hallen der Porsche-Kremer-Mannschaft in Köln auszurichten, denn genau dort entstanden vor 40 Jahren die legendären Originale von Porsche.

Da sich dieser Traum nicht realisieren ließ, wurde das Rennen dann im Racewaypark in Siegburg nahe Köln ausgetragen. Einer gewaltigen Clubanlage mit zwei großen Bahnen, darunter ein 6-spuriges Holzbahnmonster mit über 53 Metern Länge - der "Dicken Berta".

Jedem Club standen schlussendlich 4 Startplätze zur Verfügung. Die ersten vier DahlheimerInnen, namentlich Robert, Alex, Werner und Sabrina, sagten dabei sofort zu. Niemand wollte sein Startticket verfallen lassen. Sabrina war dabei zunächst noch am unsichersten, denn außer Reinis kleiner schnuckeligen Holzbahn hat sie noch keinerlei Erfahrung auf richtig großen Pisten gesammelt. Ihr Motto war deshalb klar: Alles, nur nicht Letzte werden!

Da noch weitere Dahlheimer gern mitgefahren wären und wir neben dem Ausrichter das bundesweit größte Teilnehmerfeld stellten erhielten wir noch zwei weitere Plätze. Diese gingen an Alfred und den großen Carsten, da sie in der Gesamtwertung noch am besten da standen und diese Plätze nutzen konnten.

Dies nur als Info für all diejenigen, die sich vielleicht fragen, warum sie selbst nicht mitspielen durften, konnten oder gefragt wurden. Wir hatten keinen Anspruch auf noch mehr Plätze. Leider. Ärgerlich war, dass ein Club seine drei Plätze am Renntag selbst verfallen ließ. Drei Spuren blieben also frei und nur 33 StarterInnen gingen ins Rennen. Platz wäre insoweit sogar noch da gewesen. Schade drum.

Bahnimpressionen:

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Aufgrund der wenig erfreulichen italienischen Erfahrungen im Rahmen des WRE 2013 wissen wir, wie wichtig es ist, mit vernünftiger Technik anzureisen. So schlürten wir Regler 4 verschiedener Hersteller mit und auch hier zeigte sich wieder, dass die Produkte vermeintlicher Tophersteller mit 132ern auf Holz nicht vernünftig funktionieren. Auch in Siegburg war das nicht anders. Doch diesmal hatten wir einen Joker dabei, der als Spitzentrumpf stach. Die selbst programmierten und eingestellten Kennkurven passten perfekt und die Bremsen ließen sich wunderbar weit öffnen.

Hartes Bremsen war verboten, stattdessen galt es zu segeln. Weich bremsen, rollen, sanft beschleunigen. Immer im Flow, im Rhythmus, bleiben. Das ging und zwar vom allerfeinsten. Denn das Ziel musste es sein, die Gummireifen auf der mordenden Holzbahn nicht zu überfahren und damit zu ruinieren. Motorsport im Kleinen wie im Großen oder so ähnlich jedenfalls.

Die Modellwahl stand für uns schon vorher fest: M1! Der BMW M1 musste zwar mit anderen Kronrädern eingebremst werden. Dieser Effekt führte jedoch nicht zu dem gewünschten Erfolg. Er war und blieb das Maß aller Dinge. Da die Qualifizierten Dahlheimer in der Meisterschaft allesamt den BMW nicht fahren dürfen - er ist auch hier in einer anderen Liga - hatten sie keine eigenen Fahrerfahrungen. Diese mussten sich alle erst während des freien Samstagstrainings in Siegburg holen. Alle? Nein, es gab eine Ausnahme.

bastel_640Bastelzusammenkunft am Samstag. Robert schauten alle über die Schulter, doch er bleib cool. Und wir hatten Topmaterial. Dahlheim auswärts mit Topmaterial. So etwas hat es in den letzten Jahrzehnten nur sehr selten gegeben...

Robert fuhr nämlich in freudiger Erwartung eine Woche zuvor zum Test einfach mal so nach Siegburg. Er unterzog den M1 eines ersten Rollouts, um zu sehen ob die Setupentscheidungen passten. Robert kam hochzufrieden zurück. Wir konnten also mit einigen Erwartungen ins Rheinland reisen.

Das Qualifying war für alle nervenaufreibend. Da die zurückgelegte Wegstrecke über die Klassierung entschied, musste man innerhalb einer Minute schnell und fehlerfrei sein. Das strengt an. Und macht einen mitunter auch "nersch". Werner und Carsten zum Beispiel. Beide verwachsten nämlich. Da Werner zusätzlich Pech mit dem Einsetzer hatte, wars das mit der Top-18-Chance.

Nur wer zu dieser Gruppe gehörte, durfte auf der Carrerabahn beginnen und erst danach auf Holz wechseln. Das bedeutete einen Vorteil, da der Reifenverschleiß auf der Plastikschiene längst nicht so stark war.

Alle 4 anderen DahlheimerInnen schafften es unter die ersten 18, also auch Sabrina und Alfred. Ihre Befürchtungen waren offensichtlich unbegründet. Ganz vorn rollten sogar Alex und Robert aus. Alex als 5. und Robert als Erster zeigten, dass die Dahlheimer in der ersten Auflage der deutschen Sideways-Gruppe-5-Meisterschaft zu den Mitfavoriten zu zählen waren. Verrückt.

preis_640Startfeld der Teilnehmer und Preise für die Besten...

Während Werner sich von dem Qualifyingschock das ganze Wochenende über nicht richtig erholen konnte, nutzte Carsten die freie Fahrt auf der Holzbahn herausragend.

Einsam zog er dort seine Kreise und so gelang ihm die insgesamt drittbeste Holzbahnweite. Leider waren die Reifen danach jedoch hin, denn auf Plastik sprang nur noch ein 16. Platz heraus. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Da das Holzbahnergebnis höher gewichtet wurde, da man hier gegen die eigentliche Fahrtrichtung fuhr und die Carrerabahn den Heimascaris Vorteile brachte, resultierte daraus in Summe ein begeisternder 4. Gesamtwertungsplatz. Einfach toll.

Werner rollte am Ende im Mittelfeld aus. Denn sein M1 stand als 17. in der Wertung. Alfred und Sabrina balgten sich untereinander, wobei Alf die Oberhand behielt und kein Gentleman sein wollte. Platz "27" und "28" gingen damit auch an Dahlheim, weit davon entfernt, ganz hinten im Bus klassiert zu sein. Sabrinas Befürchtungen waren unbegründet.

Alex und Robert, die beide in der Topgruppe starteten, fuhren ganz verschiedene Rennen. Alex kämpfte und rutschte und versuchte, fehlerfrei zu bleiben, was ihm natürlich nicht gelang. Trotzdem war nach einem 6. Carreraplatz noch ein 7. Holzbahnplatz drin. In Summe blieb es auch bei diesem.

Robert machte jedoch sein Meisterstück. Er segelte zum Erfolg. Auf Feindfahrt. Ob als Pirat im Sinne Sparrows oder als Kapitän Ihrer Majästät in Hornblowermanier, er rollte rund, schnell und annähernd fehlerfrei. Bestweiten auf Plastk und Holz. Unglaublich.

Damit belegte Dahlheim die Plätze 1, 4, 7, 17, 27 und 28. Das war richtig stark. Der Blick in die aufbereiteten Statistiken bestätigt auch diese Sicht.

Siehe hier: https://sideways-group5-races.com/dokumente/Ergebnisse/Finale_2017/Ergebnis_Sideways_Gesamt.pdf

Und besonders erhellend hier: https://sideways-group5-races.com/dokumente/Ergebnisse/Finale_2017/DM_Sideways_2017_Statistik.pdf

Wir waren begeistert. Danke Luc und Katharina von www.slot32.de für alles, Gerd fürs leibliche Wohl und Ralf für die Rennorga. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und wir kommen wieder, egal wohin...

Alex

 



 
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