Ein Hauch internationaler Klasse am Dahlheimer Rund... 10.02.2018 

img-20180210-wa0011_1280Ein Blackarrow Ferrari 458 GT3 im Schokoambiente. Frank reiste sogar aus Frankfurt an, um den leckeren Italiener im Rahmen der Dahlheimer Sportwagenmeisterschaft auf welligem Kunststoff auszufahren. Ich denke, er hat den weiten Weg nach Südniedersachsen nicht bereut, auch wenn doch irgendwie alles ein wenig anders war...

Machen wir uns nichts vor: In Dahlheim wird in erster Linie Rennbahn gespielt. Mutmaßlich sogar deutlich impulsiver als anderswo, das wird auch aus Fiurys Liebeserklärungen bezüglich des besonderen akustischen OEuvres der Dahlheimer Szene immer wieder deutlich. Trotz dieser vermeintlichen Unprofessionalität ließen es sich einige Dahlheimer in den letzten Jahren aber nicht nehmen, auch die weniger spielerische, sondern eher ernsthafte Rennwelt der Ferne kennenzulernen. Dabei sind Freundschaften entstanden, die mitunter überraschen, vor allem auch uns selbst.

Am letzten Freitag führte ein solcher, seit über einem Jahrzehnt bestehender, besonders freundschaftliche Kontakt dazu, dass der in Forenkreisen nur als xXx bekannte Frank tatsächlich den Weg an das Dahlheimer Rund fand. Projekt "alternatives Rennerlebnis" nennt man das wohl.

Für alle stillen Beobachter: Der Besuch Franks, der gerade auch auf Initiative Carstens zustande kam, ist im Prinzip damit vergleichbar, als würden die Organisatoren der Bad-Emstal-Rallye Stephane Peterhansel oder Carlos Sainz zu einem Wertungslauf begrüßen dürfen. Das ist schon cool, gehört Frank doch zu den besonders schillernden Figuren der deutschen Slotracingszene. Frank hat sich dabei nicht nur einen Namen als höllisch schneller Fahrer, sondern auch als Ninco-DM-Organisator gemacht, auch wenn wir gerade zu diesen Läufen leider nie antreten konnten, da Terminkollisionen diesen Veranstaltungen immer im Wege standen.

img-20180210-wa0010_1280Das Fahrzeugfeld beinhaltete Modelle von Blackarrow, Sideways, NSR, Arrowslot und Spirit. Angefangen hatte ursprünglich einmal alles mit den Modellen von Ninco, weshalb wir noch immer an dem damaligen, sehr gut fahrbaren, Ninco-Motorenstandard festhalten. Nur Modelle von Ninco sieht man in der Zwischenzeit leider nicht mehr. Es ist schon ein Trauerspiel, das sich die Spanier seit einigen Jahren leisten...

Egal, was Frank in jedem Fall noch fehlte, war ein Rennerlebnis à la Sebring im Maßstab 1:32, insoweit war der Weg nach Dahlheim eigentlich auch wieder überfällig. Mit 16 TeilnehmerInnen konnte ihm dabei ein ordentliches Startfeld geboten werden, auch wenn viele TopFahrerInnen der Dahlheimer Szene leider fehlten.

Dem Sprintrennen war dabei, wie zuletzt beim Gruppe-5-Saisonstart, ein Einzelzeitfahren vorangestellt, da noch keine Punktwertung der laufenden Saison vorlag und alle bei Null gewissermaßen starteten. Im Vergleich zur Vorsaison gingen wir mit 12 Volt an den Start, damit verbesserten sich die Zeiten der GT-Sportwagen noch einmal deutlich, die bisherigen Bestzeiten und -weiten sollten aufgrund dessen im Rennverlauf pulverisiert werden.

Schon in der Vorqualifikation wurde deutlich, dass Franks zuerst gesetzte und eigentlich sehr gute Zeit von 6,06 sec. eigentlich nichts wert war. Reihenweise fielen Zeiten unter 6 Sekunden, am Ende sollten nicht weniger als 12 PilotInnen diesen Wert unterbieten, wobei Sascha in besonderer Weise auf sich aufmerksam machte.

Eigentlich wollte er gar nicht erst an dem Aufgalopp teilnehmen, da diese vorangeschaltete Qualirunde eine halbe Stunde Zeit kostet. Da sein Wunsch von dem versammelten Rest jedoch überhört wurde, dachte er sich wohl "Wenn schon, denn schon!". Mit 5,635 Sekunden setzte er einen neuen Streckenrekord, der den ganzen Abend über nicht noch weiter unterboten werden konnte. Der erste Sonderpunkt war ihm damit sicher.

Das Qualirennen zeigte dann, welches unglaubliche Potential Frank hat. Obwohl ihm nur eine Einfahrzeit von gut 60 Minuten zur Verfügung stand, spulte er unglaubliche 78,03 Runden ab. Das war in jedem Fall die beeindruckendste Premierenvorstellung, die bislang an der Dahlheimer Rennbahn beobachtet werden konnte. Da kommt jemand, kennt die Strecke nicht und fährt auf Anhieb so gut wie fehlerfrei. Unfassbar eigentlich, aber auch irgendwie erwartbar. Alle waren letztlich fasziniert.

Damit hatte sich Frank Platz "5" für den Hauptlauf erfahren. Für eben diesen hatten sich vor ihm auch Alex, Carsten, Alfred und Werner qualifiziert. Während hinter ihm die weitengleichen Sabrina, Sascha und Fiury die Top-Acht noch abrundeten. Matze hatte den gesamten Abend über mit Gripproblemen zu kämpfen und auch seine anderen MitstreiterInnen kamen nicht nah genug heran, um ernsthaft das Topfeld zu besetzen.

img-20180209-wa0007_1152 img-20180206-wa0000_1280 img-20180210-wa0006_1024 img-20180210-wa0005_1024
Zumindest Sabrina behauptet im Toplauf die weibliche Note an der Bahn. MarcOs Lambo sieht in jedem Fall schon einmal vielversprechend aus! Der xXx-Ferrari noch einmal eingerahmt von der GT-Konkurrenz.  Die "Langsameren" der Vorqualifikation vor dem Start.

Rennstenogramm

-  Max setze weiter seinen Lernprozess fort. Mit 182,10 Runden übersprang er die nächste Klippe. Topfit.

-  Biancas Lernzuwächse sind ebenfalls atemberaubend. Erst bei 196 Runden stellte der giftgrüne Lamborghini seinen Vortrieb ein. Beinahe wäre sogar die 200-Rundenmarke gefallen. Was war denn da los?!

-  Olli fuhr die C7R-Vette auf 212 Runden. Respekt.

-  Sandras Peugeot beendete diesmal auf Platz "13" den Abend. Das gibt´s doch gar nicht. Nicht Zwölfte?!

-  Fabienne scheiterte aufgrund eines verhunzten Startturns an der 220-Rundenmarke. Schade, aber trotzdem klasse.

-  Fiury verwachste im Hauptrennen mehr als einmal die Anbremspunkte. Platz "11" am Ende. Schade eigentlich.

-  Reini wurde mit dem Audi R8 mit 223,05 Runden Zehnter. Ganz aussortiert ist der R8 noch nicht. Doof.

-  Marc Os Aston war deutlich besser unterwegs. 224 Runden sind mehr als ordentlich. Da geht noch mehr!

-  Matzes grüner Ferrarikeil hatte einfach keinen Grip. Warum auch immer. Mehr als 225 Runden waren nicht drin. Hmmm.

-  Sabrina fuhr als Siebte 230,15 Runden. Welch eine Leistungsdichte. Irre!

-  Alfred machte im Hauptrennen zu viele Fehler. 231,05 Runden. Da wäre mehr möglich gewesen. Schade!

-  Sascha verwachste ein wenig das Hauptrennen. Wo ließ die Vette ihre Federn? Ich weiß es nicht.

-  Frank fuhr fantaxXxtisch. 234,15 Runden bei der Premiere. Irre. Wird es eine Fortsetzung geben? Who knows!?

-  Alex verhunzte den Startturn komplett. Es dauerte lange, bis die C7R-Vette lief. Erst im letzten Turn rollte sie noch auf Platz "3". Das war knapp!

-  Carsten war wieder verdammt nahe an seinem ersten Dahlheimer Laufsieg dran. Einer hatte jedoch etwas dagegen. Mist!

-  Sein Kumpel Werner fuhr den zickigen Saleen auf total sensationelle 239,17 Runden. Die 240er-Marke wird auch bei den GTs fallen. Mit 12 Volt ist das sicher.

Ein faszinierender Abend liegt hinter uns. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Die Lust erscheint zeit- und grenzenlos. Man, war das geil!

Alex



 
Kommentar von Frank 11.02.2018 10:38
Huhu... Da hat der Alex aber eine Beweihräucherungsorgie rausgehauen. Bin doch auch nur irgendein Reglerquäler. Vielen Dank für den Klasse-Rennabend bei Euch. Da stimmte einfach alles... Bin mehr als satt geworden, hatte viele nette Gespräche mit lauter netten Leuten und eine Menge Spaß auf und an der Bahn. Dankeschön!!! Ich drohe hiermit mal mein Wiederkommen an, falls erlaubt. Danke auch an den kleinen Carsten für den Fahr- und Beherbergungsservice... und das Du mir das "eingebrockt" hast. :-)
LG aus Frankfurt, Frank


Nach oben

Kommentar einfügen