Valerie: Ahhhh! Scheisse! Zweiiiiii!!! Mist! Fuck... 01.10.2017 

img-20170924-wa0006_1280Ein Potpourri der Erinnerungen. Nicht nur die eines Abends, sondern irgendwie auch die von knapp 30 Jahren Rennerei...

Hier kommt er endlich, wenn auch mit einigem Verzug: der Rückblick auf das diesjährige Stundenrennen. Wie schon gelegentlich in der Vergangenheit, zählt das Rennen auch in diesem Jahr zur Klassikmeisterschaft 2017. Damit verbunden ist auch ein Novum, denn in diesem Jahr nutzten wir die Gelegenheit, nach langer Zeit wieder einmal die Klassiker von NSR auszufahren. Die DPs von Sideways sind somit Geschichte.

Damit verbunden war allerdings eine Einschränkung: In den letzten Jahren wurde es den Teams gestattet, aus einem gestellten Wagenpool Fahrzeuge zu wählen, wobei die mutmaßlich schlechtesten Mannschaften zuerst wählen durften. Am 15.09. brachte jeder seine eigenen Fahrzeuge an den Start. Die Ausgeglichenheit zwischen den StarterInnen war damit nur über die Teamzusammensetzung zu regulieren.

Im Nachhinein zeigte sich, dass die Teams wirklich von der Stärke her passten, der MKIV allerdings offensichtlich wohl doch in Dahlheim eine Klasse für sich darstellt. Wobei P68 am Start fehlten, ein Fehler - besonders von Detlef und Felix, wie sich zeigen sollte. Da wir mit 16 FahrerInnen den Abend bestritten, gingen insgesamt 8 Teams an den Start. Ideale Voraussetzungen für einen perfekten Abend also.

Zwei Teams machten vor Rennantritt einen Fehler. Beide Male betraf es dabei GT40-Modelle, die nicht das Optimum darstellten. Valeries GT40 war zwar sicher im Slot, dem Ford fehlte aber der Druck aus den Ecken. Felix GT40 hatte Power ohne Ende, mutmaßlich auch den stärksten Motor im Feld, aber das Chassis lag nicht sicher, immer wieder bog es unvermittelt ab. Während Valerie und Carsten nach einem Rennviertel das Modell wechselten und auf einen Langheck-MKIV setzten, blieben Felix und Detlef ihrem Kurzheck treu. Ein Fehler, wie sich zeigen sollte.

Vom Start weg legten zunächst Karsten und Sabrina los wie die Feuerwehr. Da Sabrina ihren Startturn auf "1" sogar für sich entschied, musste man mit der Sparkassenfraktion auf jeden Fall rechnen. Nach einem Rennviertel lagen sie vorn, gefolgt von Alex und Fabienne und Robert und Sandra. Zwei Langheck-MKIV-Teams hatten sich damit auf die Verfolgung der Porschemannschaft gemacht. Dahinter lagen alle anderen Teams gleichauf in einer Runde, nur Valerie und Carsten und Werner und Marc hatten abreißen lassen müssen, einerseits war dies der fehlenden Antriebskraft des schwarzen Fords geschuldet, während andererseits Werner auf Spur "8" überhaupt nicht klar kam und das Feldende zierte. Werner fand sich damit auf einem Platz wieder, den er im Grunde überhaupt nicht kennt, zumal der von ihm eingesetzte 917K das letzte NSR-Meisterschaftsauto darstellte. Komisch eigentlich.

 

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Start in einen verdammt kurzweiligen Rennabend. Sabrina auf "1" ließ es krachen und ihren Salzburg-917K währenddessen fliegen... Nur ein kurzes Lichtspiel. Fehlende Fahrzeugbeleuchtungen machten eine funktionierende Deckenbeleuchtung trotzdem nötig... Robert und Sandra im Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit einer wirklich grandiosen Leistung sicherten sie sich ihren Sieg...
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Tanzbärenalarm... Schattenspiele... Druckaufbau vor Rennbeginn...

Mit zunehmendem Verlauf kamen unterdessen Robert und Sandra auf. Ihr MKIV kam immer besser in Fahrt und Karsten bekam das Zittern auf Spur "7". Die eigentlich schnellste Spur wurde zum Fiasko. Der 917 war allergisch, die Führung im Arsch und das Sparkassenduo sackte auf Platz fünf ab. Sabrina grummelte und dachte sich, verdammt, wie konnte das passieren?! Damit hatte niemand gerechnet, am wenigsten die beiden. Davon abgesehen bliesen auch andere zur Aufholjagd.

Fiury und Alfred hatten sich bis auf Platz drei vorgefahren und Marc und Matze hatten ihren erstaunlich gut laufenden Kurzheck-GT40 sogar auf Platz zwei, direkt hinter Robert und Sandra, gestellt. Alex und Fabienne rollten auf Platz vier, Valerie und Carsten mittlerweile auf sechs und Felix und Detlef nur noch auf sieben. Valerie bemerkte unterdessen, das etwas ging. Sie biss sich in das Rennen herein und Abflüge wurden schnell kommentiert und auf den Punkt gebracht. Es ging noch was. Das war klar. Ganz hinten hatte sich hingegen noch nichts getan. Werner und Marc hatten immer noch mit der Spur "8"-Last zu kämpfen.

Die zweite Rennhälfte brachte dann noch einmal gravierende Änderungen, allerdings nicht an der Spitze. Robert und Sandra waren nicht zu schlagen, wobei, wären Valerie und Carsten von Beginn an mit dem MKIV unterwegs gewesen oder hätten Alex und Fabienne auf zwei Spuren etwas besser oder weniger fehlerbehaftet ihre Runden gedreht, dann, ja dann. Doch nichts davon: Robert und Sandra gewannen und schrieben Geschichte. Für beide war es der erste Titel in Dahlheim. Für Robert nach gerade einmal zwei Jahren, Sandra brauchte nur 25 Jahre länger...;

Platz vier ging am Ende an Werner und Marc. Fulminant hatten sich die beiden in der zweiten Rennhälfte nach vorn gekämpft und mehr Runden als Robert und Sandra gedreht. Auch für sie wäre insoweit viel mehr möglich gewesen. Gerade auch Marc hatte sich in der zweiten Rennhälfte richtig frei gefahren. Die schnellste Rennrunde der zweiten Hälfte ging an ihn.

Zur Hätte-Wäre-Wenn-Fraktion gehörten natürlich auch Felix und Detlef, die mit dem zickigen GT40 nicht über Platz sieben hinaus kamen und mehr als einmal darüber klagten, Detlefs P68 nicht eingesetzt zu haben und natürlich auch Alfred und Fiury, die sich nach Halbzeitplatz drei unvermittelt ganz hinten wiederfanden. Alfred machte auf "8" mit dem 917K - letztlich wie Werner - alles falsch, überfuhr den 917K gnadenlos und schmiss das Rennen ohne Rücksicht weg. Fiury erinnerte mich stark an einen wichtigen Vertreter des klassischen Comics aus Entenhausen. Er übernahm die Rolle des zerknirschten Klaas Klever, der vor Gram seinen Hut schluckte. Es wäre bestimmt viel mehr möglich gewesen, aber es hat nicht sollen sein. Sandra und Robert freute es...

Alex



 
Kommentar von Valerie 01.10.2017 16:57
Eure Erziehungsmaßnahmen haben auf jeden Fall gefruchtet. Mittlerweile weiß auch ich meine innerste Gefühlswelt adäquat auszudrücken. Ich lerne von den Meistern :)

Hat das mal wieder Spaß gemacht...!!


Kommentar von Alex 01.10.2017 17:40
"Adäquat", gerade in diesem Zusammenhang, gefällt mir ganz besonders gut. GRINZ...


Kommentar von specki-x 01.10.2017 17:58
Danke Alex für den tollen Bericht. Ich bin immer erstaunt, wie du bei der ganzen Hektik und dem "Gegahge" noch den Überblick behältst, selbst fährst wie der Teufel und am Schluss noch zu jedem FahrerIn etwas sagen kannst, und zwar spurbezogen. Hut ab!

Für's nächste Rennen packe ich mir Ohrstöppel ein, um mich adäquat auf die Gefühlswelten der anderen einzustellen. Dahlheim ist laut - das habe ich jetzt gelernt :)


Kommentar von Alex 01.10.2017 18:09
Kein Wunder, du Armer, du bekommst die vollle Dröhnung ja immer "von oben" ab...


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