Holzbahn kann jeder, 8spurig Plastik muss man wollen! 26.05.2017 

img-20170525-wa0023_602Alfred an der Spitze des Feldes. Leider war für ihn dieser Eindruck nicht von Dauer. Matze direkt dahinter erledigte seine Aufgabe deutlich besser. Auch wenn ihm die Überstunden in den Knochen steckten, konnte er recht schnell einen guten Rhythmus finden und das holprige Qualifying hinter sich lassen.

Jürgens Kommentar des Mittwochabends hat das Potential zum geflügelten Wahlspruch der Dahlheimer Szene, beschreibt er doch ganz gut, was uns auszeichnet. Die knappen Rennen, begleitet von den Unwägbarkeiten der Oberfläche bzw. das Risiko des Kicks in den engen Ecken. Irgendwie kultig. Mit 17 Starterinnen gingen auch am Vorabend des Himmelfahrtstages zwei übervolle Startfelder an den Start. Wobei die Frage im Raum stehen sollte, ob irgendjemand den unheimlichen Siegeszug Roberts würde stoppen können.

Neue Modelle sahen wir dabei nicht am Start. Zum Aufgalopp waren schließlich 26 MitfahrerInnen vor Ort, da fällt die Liste der möglichen Neueinsteiger schon sehr kurz aus. Trotzallem war der Spannungsbogen hoch, denn überraschend war der Start in die völlig neue Wagenklasse schon, schließlich sah das Toptrio im März sehr ungewöhnlich aus: Robert vor Jürgen und Sabrina. Das hatte schon etwas. Was würde diesmal folgen?

Letztlich waren wieder alle Racemodelle am Start, die das Sidewayssortiment so bietet: 3 verschiedene 935er, Capri und Mustang von Ford, 512er und Beta Montecarlos aus Italien und M1er und 320er aus München. Ein buntes Feld also.

img-20170525-wa0003_1280Der Toplauf kurz vor dem Start. Alex langer 512 auf "1" und Jürgens Capri stand gerade ebenso noch auf der "8". Sonst konnte ein buntes Spektrum des Lieferumfangs der italienischen Franzosen von Sideways beobachtet werden.

Die Qualihatz war kurzweilig. Werner musste total ungewohnt hinten im Bus starten. Beflügelt wurde er dabei von der Überzeugung, einiges gerade rücken zu wollen und zu können. Letztlich sollte dieses Vorhaben gelingen. Nur Robert und Alex konnten ihn knapp abfangen. Drei Fahrer innerhalb von 6 Metern bestätigten diesen engen Verlauf während der Qualifikation.

Sensationelles gelang Valerie im Qualirennen. Sie stellte den M1 Turbo auf die vierte Startposition. Das war eine Ansage, die Sabrina bereitwillig aufgriff. Doppelte Girliepower im Hauptrennen. Das hatte schon etwas.

Karsten, Carsten und Jürgen komplettierten das Feld der Top-8. Jürgen hatte dabei allerdings einen üppigen Vorsprung von 2 Runden auf Felix als 9. herausgefahren. Insoweit war die vorläufige Klassierung schon eindeutig.

Rennstenogramm:

-  Fabienne ging etwas zu aggressiv ans Werk, deshalb strandete der leichte M1 Turbo auf Platz "17"

-  Olli schaffte jetzt auch bei den Gruppe-5ern mit dem Mustang den Sprung über 200 Runden. Punkte gab es jedoch noch nicht. Noch!

-  Platz "15" und einen Punkt für Reini. Glück gehabt!

-  Sandras BMW 320 ist etwas laut. Für zwei Punkte war er aber allemal gut. Da geht noch mehr. Bestimmt.

-  Marc Os Porsche 935 war zickig und Rennglück sieht auch anders aus. Dumm gelaufen.

-  Der 935K2 passt auch noch nicht so richtig zu Alfred. Ich denke, er will wahrscheinlich einfach zu viel. Der Porsche oder der Fahrer. Mehr als Platz "12" ging deshalb nicht.

-  Das gleiche gilt für Felix. Zu Beginn überfuhr er den 512er mehr als einmal. Hinten heraus ging es dann aber deutlich besser. Platz "11" mit glatten 215 Runden.

-  Detlef (M1 Turbo) und Jürgen (Capri) teilten sich einen ordentlichen neunten Platz. Bei 215,11 Runden stellten ihre Boliden den Vortrieb ein.

-  Karsten schmiss auf zwei Spuren ein deutlich besseres Ergebnis weg. Offensichtlich war der 320 teilweise allergisch. Seltsam.

-  Matzes Lancia ging im Rennen deutlich sicherer (Platz "7" mit 218 Runden). Was Matze jedoch fehlt, ist noch immer der nötige Speed.

-  Carsten setzte mit seinem Capri die schnellste Rennrunde. 5,893 auf Spur "7". Was ein Brett.

-  Sabrina bestätigte ihre Klasseleistung, sie stellte den Lancia auf Platz "5" mit 223,11 Runden. Großartig.

-  Valerie fuhr wie beseelt. Nur denkbar knapp verpasste sie die erste Podiumsplatzierung. Platz "4" mit unfassbar guten 227,14 Runden.

-  Robert fuhr als Dritter nur zwei Meter weiter. Das sagt eigentlich schon alles.

-  Werners Moby Dick lief und das nicht zu knapp. Erst im letzten Rennviertel musste er seine Führung, die er von Beginn an innehatte, abgeben. Da hat sich die saubere technische Vorbereitung ausgezahlt, würde ich mal sagen.

-  Alex schaffte einen fast perfekten Abend, letztlich fehlte dazu nur eine Tausendstelsekunde. Das nennt man dann wohl ziemlich perfekt.

Wie immer konnten wir ein geniales Rennen beobachten. Man darf gespannt sein, wie die Meisterschaft ausgeht. Knapp ist es in jedem Fall schon jetzt.

Alex



 
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